Blumenwiese
Hier können Bienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Grashüpfer und Käfer beobachtet werden.
Vogeltränke
Auf der großen Blumenwiese haben wir eine flache Mulde als Tränke für Vögel und Insekten angelegt. Auch ein Bergmolch war dort schon zu Gast.
Kompostsilos
Sie wurden selbst gebaut und hier landen alle organischen Abfälle aus Garten und Klassenräumen. Die fertige Komposterde düngt unsere Pflanzen.
Totholzstapel
Hier wachsen viele Pilzarten, die ganz komische Namen haben: Schon mal was vom Warzigen Drüsling, der Kohlenbeere oder der Geweihförmigen Holzkeule gehört?
Nisthilfen
Für Meisenarten haben wir mehrere Nistkästen aufgehängt.
Hotel zur Wilden Biene
Im Frühjahr 2006 bauten die damalige Klassen 4a und 3b während einer Projektwoche dieses große Insektenhotel unter der Anleitung und Betreuung von Herrn Norbert Franzen.
Die finanzielle Unterstützung dieses Großprojektes erhielten wir im Rahmen der Projektförderung durch die Sparkasse Kierspe.
Eine Woche lang wurde gesägt, gehämmert, gemessen, gegraben, geschnitten und mit Bohrmaschinen gebohrt. Alle waren mit Feuereifer dabei!
Lehm, Wasser und Häcksel wurden in großen Bottichen mit blanken Füßen vermengt. Das war ein Erlebnis der besonderen Art: Manche Kinder wollten aus dem Bottich gar nicht mehr raus! Gut, dass die ganze Woche die Sonne schien, da konnten alle Arbeiten im Freien verrichtet werden!
Nachdem das Lehmfachwerk aufgebaut, die durchbohrten Lehmziegel von den Kindern eingemauert und die Holzscheiben eingeschichtet worden waren, sah das Haus schon toll aus.
Nun bekam das Insektenhotel noch eine professionelle Dachbegrünung.
Alle Arbeiten wurde mit Anleitung von Herrn Franzen fast ausschließlich von den Kindern ausgeführt. Mitgewirkt haben natürlich auch die Klassenlehrer Herr Jackmann und Frau Barth, unser Hausmeister Herr Kewitz sowie Herr Sauer und engagierte Eltern.
Auf dem anschließenden Schulfest wurden die Eltern und anderen Gäste von den Kindern bestens über das Leben der Wildbienen informiert und sie konnten auch einen eigenhändig gebohrten Holzklotz oder bienenfreundliche Stauden erwerben.
Inzwischen sind schon viele Mauerbienen eingezogen und die Kinder beobachten in den Pausen im Schaukasten, wie die friedlichen Bienchen ihre Kinderzimmer eingerichtet haben.
Klassenbeete
Jede Klasse hat ein Stückchen Garten zur eigenen Verfügung. Blumen, Stauden, Kräuter oder Gemüse, einige Himbeeren, Brombeeren und Beerensträucher werden gehegt und gepflegt.
Manchmal sind die Wildkräuter etwas schneller als die von Schnecken geplagten Buschbohnen oder Salatpflanzen. Aber dann freuen sich auch die Wildbienen über Nachtkerzen und Mohnblumen, Ackersenf und Wilde Karden!
Leider profitieren neben den Schnecken auch manche Mitbürger in den stillen Nachmittagsstunden ein wenig von unserem „offenen“, uneingezäunten Garten. So kam es leider vor, dass einige Kartoffelpflanzen oder Rhabarberstangen ausgerissen wurden, bevor die fleißigen Gärtner den Lohn ihrer Mühe ernten konnten.
Dennoch gab es schon manch leckere Bratkartoffeln, Johannisbeer-Pfannkuchen, Zucchinisuppen, Bohnensalat, Brombeerquarkspeise, Pfefferminztee, Kräuter-Brötchen, Rharbarberkuchen, Bärlauchpesto und Topinambursalat. Viele Walderdbeeren und Johannisbeeren fanden in den Pausen ihre begeisterten Anhänger bei unseren Kindern.
Und ganz nebenbei erfahren die Kinder bei der Arbeit im Garten etwas über das Leben der Regenwürmer, begeistern sich am Farbenspiel der Schnirkelschneckenhäuser und entdecken plötzlich das riesige Radnetz einer Kreuzspinne. Sie finden die Raupe des Weinschwärmers und lassen metallicblaue Minzenblattkäfer über ihre Finger laufen. Diese Naturerfahrungen sind unersetzlich!
Einheimische Bäume und Sträucher
Rund um unsere Schule wurden verschiedene einheimische Bäume und Sträucher angepflanzt. Schlehen und Haselsträucher, Holunder und Heckenrosen, Walnussbäume, Eiche, Esche, Eberesche, Linde und viele mehr.
Wenn plötzlich kleine Namenschilder an den Zweigen „wachsen“, wundern Sie sich nicht: Hier waren Schüler/innen unterwegs, die gerade die Namen der Pflanzen kennen gelernt haben.
So prägen sich die Kinder ganz nebenbei ein, wie manche Pflanzen blühen und welche Früchte im Herbst für Vögel und Menschen essbar sind.
Wir haben im Laufe der Zeit schon Holunderbeeren- Gelee, Hagebutten- Marmelade, Schlehen-Gelee und Brombeer-Quark hergestellt. Die Zutaten wachsen auf dem Schulgelände!
Die Weiden- Labyrinthe
Vor einigen Jahren wurde die Hälfte der Rasenböschung in ein Weidenlabyrinth verwandelt. In einem zweitägigen, großen Arbeitseinsatz mit Eltern, Kindern und Lehrern wurden Wege angelegt, mit Rundhölzern abgefangen, mit Rindenmulch abgestreut und mit Weidenruten umsteckt. Im Laufe der Jahre entstanden schattige Gänge, die auch heute noch als Versteck und zum Durchlaufen einladen. Die weichen Ruten der Weiden berühren dabei die Haut.
Die Weidenzweige können waagerecht verflochten werden. Grüne Wände und Decken entstehen und bieten den Kindern eine andere Wahrnehmung als die freie Fläche der Straßen und der asphaltierten Plätze. Wenn die Wege mit frischem Rindenmulch oder Häcksel abgestreut worden sind, bieten sie den Füßen eine federnden Untergrund. Im Sommer bieten die Gänge lichten Schatten.
Die Kinder lieben es, im Weiden-Labyrinth Verstecken und Fangen zu spielen. Deshalb haben wir beim Garteneinsatz im Herbst 2009 noch einen weiteren Weidengang neben dem Tastpfad angelegt.
Barfußpfad
Im Sommer 2009 entstand auf Initiative von Frau Vedder (SGV) in gemeinsamer Absprache mit der Lehrerschaft ein Barfußpfad. Auf dem Gelände rund um das Baumstamm – Viereck bauten die Mitglieder des Berufsförderungswerkes (BfW) einen befestigten Weg mit vielen Feldern. Verschiedene Pflasterungen und eingefüllte Materialien luden im Sonnenschein zum Barfußlaufen, Tasten und Raten ein. Eingerahmt wird dieser Fühlpfad durch den neuen Weidengang. Wir hoffen, dass die Weidenstecklinge Wurzeln schlagen und im Frühjahr austreiben werden.